Letzte Ruhestätte für tierische Lieblinge

„Herzensangelegenheit“ - Sandra Grubert kümmert sich um gestorbene Tiere

Wenn ein Haustier gestorben ist, sind die Besitzer nicht nur betrübt, oft wissen sie auch nicht, was sie mit ihrem toten Liebling anfangen sollen. Ein Abschied mit Respekt und Würde ist dabei kaum möglich. Mit diesem Thema hat sich Sandra Grubert intensiv befasst und wird Anfang September in Marne ein kleines Unternehmen gründen, das Tierbesitzern hilft. „Als unsere 36-jährige Stute vor einiger Zeit starb, waren wir selbst so hilflos. Danach entstand die Idee, mich mit einer solchen Herzensangelegenheit an der Westküste selbständig zu machen“, berichtet die gelernte Floristin

Bereits in ihrer Lehrzeit in Elmshorn wurde sie frühzeitig damit betraut, ganze Kapellen komplett zu schmücken. Und auch heute noch kümmert sie sich auf Wunsch gern um die Ausstattung von Trauerfeiern mit entsprechendem Blumenschmuck sowie um das Bedrucken von Schleifen. Bei der Tierbestattung müssen jedoch weitere Vorgaben erfüllt werden. Dazu gehört zum Beispiel der hygienisch einwandfreie Transport des toten Tieres in einem speziell ausgestatteten Fahrzeug zum Krematorium nach Hohenwestedt. Hinzu kommt die Beratung hinsichtlich der Urnen und auch der pietätvolle Umgang mit den Besitzern.

„In jüngster Zeit haben wir vermehrt Existenzgründer, die interessante Marktlücken entdeckt haben und mit ausgesprochen kreativen Ideen kleine Unternehmen gegründet haben“, erläutert Stefanie Hein, Projektleiterin von Startbahn: Existenzgründung. Im Rahmen des aus dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Existenzgründerprojekts hatte Sandra Grubert das Gründungscamp im Meldorfer Centrum für Angewandte Technologien besucht und sich dort fit für den betriebswirtschaftlichen Alltag gemacht. „Das war toll. Die Wochen im Camp haben mir sehr geholfen, die Grundlagen für meine Angebote zu erarbeiten und zum Beispiel eine vernünftige Kostenkalkulation aufzustellen“, erklärt die Marnerin, die selbst in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist und sich seit jungen Jahren mit Pflanzen und Tieren befasst.

Im Moment beschäftigt sich Sandra Grubert vor allem damit, ihre Angebote bekannt zu machen. Dazu knüpft sie ein Netzwerk von Tierärzten, Tiertherapeuten und Verkaufsstellen für Tiernahrung; sie setzt vor allem darauf, dass sich ihr Angebot herumspricht. Die Dienstleistungen reichen dabei von der Bestattung kleiner Lebewesen wie Vögel, über Katzen und Hunde bis hin zu Pferden.

„Existenzgründer wie Sandra Grubert sind eine große Bereicherung für die Region. Durch ihre Kreativität und den Mut, sich mit einer Idee selbständig zu machen, werden oft Wertschöpfungsketten geschaffen, die Jahrzehnte Bestand haben“, erläutert Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der egeb: Wirtschaftsförderung die Bedeutung der Neugründungen.

Kontakt:

Sandra Grubert
St. Michaelisdonner Straße 39
25709 Marne
Mobil: 0152-341-890-39
sgrubert20@gmail.com

 

„Das Vorhaben Startbahn: Existenzgründung wird aus dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Mehr Informationen im Internet:

„Das Landesprogramm Arbeit ist das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2014-2020. Schwerpunkte sind die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, die Unterstützung bei der Integration von Menschen, die es besonders schwer haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen und die Förderung des Potentials junger Menschen. Das Landesprogramm Arbeit hat ein Volumen von etwa 240 Millionen Euro, davon stammen knapp 89 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Mehr Informationen im Internet

www.EU-SH.schleswig-holstein.de

gefördert durch